|
|
|
Der systemische Ansatz geht davon aus, dass Symptome, die ein Klient zeigt, auch als Lösungsversuch für vorhandene Konflikte zu sehen sind. Wie immer ein Konflikt aussehen mag, der sich hinter einem psychosomatischen Symptom, einem Unwohlsein verbirgt - es gibt für den Klienten gute Gründe, sich genau so und nicht anders zu verhalten:
"Alles Handeln macht für den Handelnden in dieser Situation Sinn, in der er handelt, d. h. sein Handeln ist für ihn in dem Augenblick sinnstiftend."
(Sonja Radatz)
Es ist daher wichtig, dass zunächst einmal das Verhalten akzeptiert, anerkannt und wertgeschätzt wird. Außerdem ist es wichtig, herauszustellen, dass der Klient nicht "so ist," sondern sich nur in dieser Phase "so verhält".
Ein Mensch "ist" nicht sondern er "verhält sich".
Jemand, der etwas "tut", kann im nächsten Augenblick etwas anders tun , aber jemand der so "ist" kann nur schwer sein Verhalten ändern. Diese Sichtweise schließt mit ein, dass man sein Verhalten in bestimmten Situationen beeinflussen und verändern kann. Eine solche Veränderungsmöglichkeit stelle ich in Aussicht.
"Die Probleme heute beruhen auf den Lösungen von gestern"
(Peter Senge)
Ein Problem entsteht immer dann, wenn unsere bisherigen Lösungsstrukturen nicht mehr zu einem befriedigenden Ergebnis führen, sie zuviel Kraft und Energie kosten.
In der systemische Therapie kann der Klient mit Hilfe von Fragen des Therapeuten neue Informationen über sich, seine Sichtweise, die Auswirkungen seines Handels und über seine Verhaltensgründe gewinnen.
Ziel ist es, das "Problem" aus einer anderen Perspektive zu betrachten und neue Verhaltensweisen zu entwickeln, die eine Veränderung bewirken.
Jede Veränderung sollte sich lohnen - alles hat seinen Preis.
Wenn ich etwas verändern will muss mir klar sein, welche Vorteile eine Nicht-Veränderung hat, welche Nachteile eine Veränderung mit sich bringt und welche Auswirkungen das auf mich und meine Mitmenschen hat.
Nur der, der sich verändern will, hat die Kraft sich zu verändern, allerdings benötigt er dazu ein reizvolles Ziel.
Die Beratung soll dabei helfen:
- neue Wege aufzuzeigen
- neue Kraft und Perspektiven für das Leben zu geben
- eigene Fähigkeiten und Fertigkeiten wieder bewusst und nutzbar zu machen.
- angstfrei neue Lösungsschritte auszuprobieren
- akute Probleme zu bewältigen
- Energie und Lebendigkeit zu spüren
Wünschenswert ist es, dass jeder Klient mit einer Einsicht, einer kleinen Idee für sein weiteres Handeln nach Hause geht und ein erreichbares Ziel angehen kann.
|
|
|